Wadenkrämpfe! Was tun?

Wenn die sommerlichen Temperaturen steigen, dann hat das für viele auch Nachteile: In den Beinen - vor allem in den Waden - treten Muskelkrämpfe auf: Meistens beim Freizeitsport, tagsüber während einer Ruhephase oder nachts im Bett. Unter Wadenkrämpfen leiden Menschen in jedem Alter. Beim Freizeitsport sind sie so gefährlich, weil man sehr leicht einen Unfall erleiden kann. Stürze vom Fahrrad oder Panik beim Schwimmen im tiefen Wasser werden oft durch solche Krämpfe ausgelöst. Jeder dritte Mitteleuropäer leidet in der schönen Jahreszeit regelmäßig oder fallweise an einem Waden- oder Fußkrampf. Es ist immer wieder eine unangenehme, schmerzhafte Situation. Der Krampf ist plötzlich da. Der betroffene Muskel wird steinhart und tut weh.

Entstehung
Jeder Muskel besteht aus zahllosen Muskelfasern, die mit feinen Nerven verbunden sind. Über diese Nerven schickt das Gehirn bei einer Muskelbewegung einen Reiz, der die Muskelfasern zum Zusammenziehen anregt. Es kommt zu der gewünschten Muskelanspannung. Danach muß normalerweise wieder eine Entspannungsphase eintreten. Wenn aber nun ein unwillkürlicher Nervenreiz auftritt, kann sich der Muskel nicht entspannen. Er verkrampft sich.

Ursachen
  • Als Alarmzeichen für ein beginnendes Venenleiden, Adernverkalkung in den Beinaterien oder eine plötzliche Überforderung der Beinmuskeln durch Schwangerschaft oder durch eine ungewohnte Sportart

  • Durchblutungsstörungen in den Beinen
    Handelt es sich um Durchblutungsstörungen in Folge von z.B. Diabetes oder Nervenwurzelreizung an den Bandscheiben, dann kann eine mehrwöchige Kur mit 3 Mal täglich 2 Knoblauch Aktivkapseln sinnvoll sein.

  • Überanstrengung bei der Arbeit und beim Sport

  • Übermüdung oder ein Mangel am Mineralstoff Magnesium
    Handelt es sich um einen Magnesium-Mangel, dann muß Magnesium zugeführt werden. Nehmen Sie über einen längeren Zeitraum täglich 2 Magnesium-Kautabletten aus der Apotheke in der höheren Longoral-Dosierung Mg 5. Sie können auch Magnesium-Granulat in Wasser aufgelöst trinken.

  • lange Einnahme von Medikamenten oder Nervenstörungen in den Muskelfasern
    Liegt die Ursache für den Wadenkrampf in Nervenstörungen der Muskelfasern, dann setzt der Arzt Präparate aus der tropischen China-Rinde ein, die es in Tablettenform in der Apotheke gibt. Der Chinin-Wirkstoff Limptar N hemmt die Reizübertragung vom Nerv auf den Muskel und löst den Wadenkrampf auf.


schnelle Abhilfe
Als erstes hilft das Umfassen der Zehen und das Ziehen des Fußes in Richtung Schienbein.
Wenn der Krampf im Sitzen oder Liegen eintritt, dann aufstehen und umherlaufen, dabei fest auf den Boden auftreten. Oder mit der Fußsohle gegen die Wand treten. Hilfreich ist auch das Massieren der Wade. Eine Entspannung der Wadenmuskel kann auch mit einer sehr warmen Dusche herbeigeführt werden. Es hilft auch, wenn die Wade mit ein in heißes Wasser getränktes Tuch umwickelt wird.


Vorbeugungsmaßnahmen
Auf lange Sicht hilft eine Umstellung der Ernährung. Folgendes ist zu empfehlen:
  • magnesiumreichen Vollkornprodukte, wie z.B. mit Naturreis, Vollkornprodukten, Sojaprodukten, Weizenkeimen, Weizenkleie, Trockenfrüchten
  • mit reichlich Obst und Gemüse.
  • Alkohol und Nikotin meiden
  • regelmäßig Fußgymnastik treiben
  • mit einer einer Nackenrolle unterm Knie schlafen.
  • sparsam mit Abführmittel und Entwässerungs-Tabletten umgehen.


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